Geschichtliches

Luhden (Ludhen Anno 1281)

Luhden wird 1281 zum ersten Mal im Urkundenbuch des Stifts Obernkirchen erwähnt (Quelle UB Obernkirchen, 67; WUB VI 1218).

Schulen in Luhden

1827 wurde in Luhden eine Schule, die sogenannte “Alte Schule”, im Fachwerkstil erbaut. Sie hatte ein Klassenzimmer und eine Lehrerwohnung. 1906 wurde eine weitere Schule gebaut, die 1957 erweitert wurde. Infolge einer Schulreform wurde die “Neue Schule” geschlossen und die Luhdener Kinder mussten die Heeßener Schule besuchen.

 

 

 


 

 

St. Katharinen-Kapelle

In Luhden gab es zwischen 1646 und 1966 ein im gotischen Stil errichtetes Gotteshaus mit 70 Sitzplätzen. Es besaß eine Orgel aus dem Jahre 1868 und einen Glockenturm. Die alte Kapelle stand früher oberhalb des Dorfes im Walde. Eine Erzählung besagt, dass ein Bauer einst Steine gestohlen hatte. Um dies gutzumachen, musste er die Kapelle im Wald abreißen und in der Dorfmitte neu aufbauen, wo sie tatsächlich bis 1966 stand.

Die Glocke der alten Kapelle hängt heute im Turm des neuen Kirchenzentrums.

 

Die Geschichte der Luhdener Kapelle und ihrer Gemeinde

Ich bedanke mich recht herzlich bei Herrn Günter Döring aus Heeßen, der mir freundlicherweise umfangreiche Daten über die Luhdener Kapelle und ihre Gemeinde zur Verfügung gestellt hat. Die Informationen bekam er u.a. aus dem Fundus des Niedersächsischen Staatsarchivs, aus einer Seminararbeit des ehemaligen Luhdener Junglehrers Heinrich Meier aus dem Jahr 1948 sowie von der kleinen historischen Zusammenstellung des alten Lehrers Mühlenberg aus den Jahren 1907/1909. Herr Döring hat dieses Material anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der ev. Kirchengemeinde Luhden für eine Jubiläumsschrift zusammengefasst.

Zeitpunkte - Namen - Ereignisse

Die St. Katharinen-Kapelle in Luhden

Luhden - ein Grenzfall

 

Daten über Luhden aus dem Jahre 1639

Lt. dem Amt Arensburg “Verzeichnis über das Vieh und die besämten Ländereien der noch vorhandenen Untersaßen” vom 18.07.1639 gab es in Luhden 28 Einwohner. Die Summe der besämten Ländereien betrug in Luhden rd. 100 Morgen.

Hexenwahn

In den Jahren 1653/54, als der Hexenwahn noch sehr lebendig war, sind 20 Frauen und 2 Männer aus Luhden und Schermbeck auf der Arensburg wegen angeblicher Hexerei verurteilt worden.

Chausseegeld

Als Anfang des 18. Jahrhunderts auf dem Krughof das neue Wirtshaus “Klein Eilsen” am Chausseewege (heute Bundesstraße 83) errichtet wurde und der Weg nach dem damals stark emporstrebenden Bad Eilsen erneuert, bzw. begradigt und zur Straße ausgebaut wurde, erhob man ein “Chausseegeld”, das von dem jeweiligen Wirt der Gastwirtschaft “Klein Eilsen” kassiert und an die landesherrschaftliche Verwaltung bzw. Regierung in Bückeburg abgeführt wurde. Die Höhe des Wegegeldes betrug 20 Pfg. Am 1. April 1903 wurden alle Schlagbäume beseitigt und auch keine Wegegelder mehr erhoben.

Das unten stehende Bild zeigt den Schlagbaum um 1900.

 

 

 


 

Das Gasthaus Klein Eilsen, Inh. Adolf Lehmann von 1932 - 1960.

Foto Gasthaus Klein Eilsen Inh Adolf Lehmann 1932_1969

 

Der Sportschützenverein Kleinenbremen-Ost Schermbeck

Im Frühjahr 1928 beschlossen in der Gastwirtschaft Kruse in Schermbeck der Gastwirt Karl Kruse, Karl Becker (Wülpke), Heinrich Aldag (Barksen), August Röhmeier (Exten), Heinrich Möller (Schermbeck), Wilhelm Möller (Schermbeck) und Karl Vogt (Barksen) einen Schützenverein zu gründen. Es wurde eine Gründungsversammlung einberufen und der Schützenverein “Gut Schuß Schermbeck-Barksen” gegründet. Es muss den Männern der ersten Stunde hoch angerechnet werden, in einer Zeit, in der Arbeitslosigkeit und Geldknappheit herrschten, einen Schützenverein ins Leben zu rufen. Zum 1. Vorsitzenden wurde Heinrich Aldag gewählt. Der erste Schießstand befand sich am Weg zur jetzigen Autobahnunterführung in einer 50 Meter langen Mulde. Geschossen wurde mit einem Kleinkaliber-Gewehr, welches auf einem Holzpfahl aufgelegt worden ist. Ein Los (3 Schuss) kostete für Vereinsmitglieder 10 Pf und für Nichtmitglieder 15 Pf.

Leider sind durch den 2. Weltkrieg fast alle Vereinsunterlagen abhanden gekommen. Nur noch einige wenige Protokolle konnten der ehemalige Vorsitzende Wilhelm Möller für die Festschrift “75 Jahre Sportschützenverein Kleinenbremen-Ost Schermbeck” zur Verfügung stellen.

Die Urschriften der Protokolle waren alle in Deutscher Schrift geschrieben und wurden von Wilhelm Möller neu abgeschrieben, damit Sie für alle gut lesbar wurden.

Hier zwei Protokolle zu Versammlungen von 1932.